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Arbeits- und Sozialrechts–Änderungsgesetz 2014 - Auszug aus den wesentlichen Neuerungen 

Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfung:

  • Ausweitung der Kontrollen auf alle Entgeltbestandteile (bisher nur Grundlohn, nun auch Sonderzahlungen (Urlaubs- und Weihnachtsgeld), Zulagen wie Gefahren- oder Nachtarbeitszuschläge und Überstundenzuschläge)
  • Erhöhung Verwaltungsstrafen bei fehlenden Lohnunterlagen auf das Strafniveau bei nachgewiesener Unterentlohnung (bisher 500 bis 5.000 Euro pro Arbeitgeber, nun 1.000 bis 10.000 Euro pro Arbeitnehmer)
  • Bei begründetem Verdacht auf eine Verwaltungsübertretung nach diesem Gesetz kann die Verwaltungsbehörde bei zu erwartenden Vollstreckungsschwierigkeiten einen vorläufigen Zahlungsstopp des Auftraggebers gegenüber dem Auftragnehmer verhängen.
  • Neu: Bei Vorliegen eines Strafbescheides wegen Unterentlohnung muss der Arbeitnehmer informiert werden.
  • Neuregelung der Verjährung: Bisher Dauer 1 Jahr ab Nachzahlung. Neu drei Jahre ab Fälligkeit des Entgelts.
  • Wird die Differenz zwischen dem tatsächlich geleisteten und dem Arbeitnehmer gebührenden Entgelt vor einer Erhebung der zuständigen Einrichtung nachbezahlt, droht keine Strafe. 

→ Regierungsvorlage vom vom 21.10.2014:  www.parlament.gv.at